Rheingauer Weintage
Limburger Serenaden-Hof am 25.07.2024
Protokoll
Wer zählt die Flaschen, nennt die Lagen, die durstig hier getrunken wurden….
(frei nach den Kranichen des Ibykus)
Zum 8. Male traten die Weingeschwister „eigen-munitioniert“ im Serenaden-Hof – vulgo Pusteblume – zur Feier der Limburger Rheingau-Tage an.
Der Kellermeister hatte je ein halbes Dutzend Flaschen Winzersekte aus den Regionen Rheingau und Mittelrhein, Weißweine (insgesamt 16 – davon 2 Magnum – Flaschen), Rotweine (9 Flaschen), 18 Flaschen sommerliche Rosés sowie 3 halbe Flaschen Dessert-Weine (summa summarum insgesamt 58 Einheiten aus zahllosen Weinbauregionen diverser Weltgegenden) – alle wohltemperiert – an den traditionellen Ort der Tat gekarrt.
Der Bruderschaftskanzler zeichnete verantwortlich für die Logistik von „Tisch und Stuhl“, während der Bruderschaftsmeister auf Kosten der Vereinskasse für kleinere Wurst- und Käsehappen sowie Salzgebäcke gesorgt hatte. Großzügig zeigten sich die Weingeschwister Huth mit einer umfänglichen Spende Gebackenes aus der gleichnamigen Bäckerei.
Selbst die Wetter-Geister waren wohlgestimmt und verwöhnten die Zecher bis zu spätem Aufbruch mit lauen Winden.
So war alles wohl gerichtet für 27 Weingeschwister, die ab 17.30h zuerst die Schaumweinkorken knallen ließen, um dann wacker den Rebensäften Stirn und Gaumen zu bieten.
War es nun die Wahl der Weine (die denen der offiziellen rheingäuischen Ausschenker-Nachbarn in Qualität allemal ebenbürtig, wenn nicht überlegen waren), das sommerliche Gefilde oder die überwiegend wohl gesinnten Zecher, oder die Mischung alles dieses: es wurde für mehr als 6 Stunden ein gelungenes Zusammensein, das nicht wenige – zufällige?? – Passanten zum Verweilen einlud! Auch sie durften sich der Gastfreundschaft und einiger Kostproben aus den reichlich geköpften Flaschen erfreuen.
Zum Zähl-Appell blieb die Zahl der leeren Flaschen ohne Registrierung – selbst wenn sie gezählt wurden, würde des Sängers Höflichkeit sie verschweigen……
Vor mitternächtlicher Zeit sorgten zahlreiche helfende Geister für ein behändes und schadensfreies (ganz im Gegensatz zu Schillers Moritat!) Ende des Sommernachtstraums.