22, in weiser Berücksichtigung der Wettervorhersage wasserfest verpackte und beschirmte Weingeschwister trafen sich – dennoch frohen Mutes! – zur alljährlichen Limburger Rheingauer Weintage-Parallel-Veranstaltung an der traditionellen Puste-Blume-Lokalität unter dem Vordach der  Stadthalle, um 6  Flaschen Wageck Cuvée-Sekt, 22 Weißweinen einschlägiger Weingüter aus deutschen Landen (darunter auch Spätlesen und Große Gewächse), sowie 10 Rosés rheinischer und internationaler Provenienz – alle wohlgekühlt vom Kellermeister – nebst 4 ungekühlten roten Südafrikanern und der Unbill des Wetters Stirn und Kehle zu bieten. Dank des Massiv-Dachs gelang letzteres im Vergleich zu den mäßig beschirmten Besuchern der „Nebenveranstaltung“ zwanglos.

Der guten Ordnung halber sei auch angemerkt, dass sogar 3 Flaschen aus Rheingauer Klosterlagen sozusagen als Zitat der öffentlichen Veranstaltung im Angebot waren!

Dazu hatte der secretarius unter Anleitung seiner Gefährtin gefühlte 2.000 Appenzeller Käse-Würfel geschnitzt und nebst geräucherten Schweinmettwürstchen drapiert, die durch großzügige Laugen-Gebäck-Gaben aus dem Hause des „echten Bäckers“ ergänzt wurden, wodurch eine kalorische Unterversorgung und vorzeitiger Rausch weitestgehend vermieden werden konnten.

 Zur Beruhigung der interessierten Leserschaft sei vorausgeschickt, dass selbstverständlich – wie es sich einer maßvollen Weinbruderschaft geziemt – nicht das volle Getränke-Angebot in Anspruch genommen wurde. So vermeldet der secretarius am Ende der Veranstaltung 7 „unverritzte“ Flaschen und 5 umfängliche Neigen, so dass der „mittlere Verbrauch“ mit etwa 1 Flasche sowie ein wenig Schaumwein pro anwesend gewesenem Mitglied angemessen beschrieben ist. Großzügig wurde auch vorbeiziehende politische „Prominenz“ mit generösem Ausschank bedacht – egal, welcher Couleur! Der kommende Wahlkampf wirft erste Schatten, und so begeben sich die Mandatsträger auf wohlfeilen Stimmenfang. Den secretarius treibt allerdings die Frage um, wie es denn wohl um den Rheingau bestellt ist, wenn der dortige Bundestags-Direktmandatsträger „fremdtrinken“ geht!? Auf die diesbezügliche Frage blieb – wie zu erwarten! – eine klärende Antwort aus. Aber gerne sonnt man sich – trotz gegenteiliger Wetterlage in der Aura des Limburger Bürgermeisters und Mitglieds unserer Weinbruderschaft. Über angediente Neumitglieder wird der Vorstand hochnotpeinlich befinden, wenn sie sich denn bewerben sollten…

Auch die charmante IHK-Hauptgeschäftsführerin (und ehemalige Mitarbeiterin unseres Schatzmeisters, die schon eher ein Lichtblick im Mitgliederregister wäre!), gab sich die Ehre!

So plätscherten Regen, Wein und muntere Reden dahin, bis gegen 21.30 h ein gewisser Saturationsspiegel erreicht war, in gemeinsamer konzertierter Aktion das Transport-Gefährt des Bruderschaftskanzlers mit Sitz-Mobiliar und Trinkgefäßen beladen wurden, die Spuren des Gelages beseitigt waren und die Zecher sich trollten.

Von der Parallel-Veranstaltung wurde vermeldet, das weder Wein noch Stimmung noch Standort-Beschaffenheit der Weinbruderschaft das Wasser reichen konnten – und das gab es bei der noch nicht einmal zum Trinken!!